| Viele eMails haben mich zum Thema
Werkzeug erreicht. Wo bekommt man passendes Werkzeug her? Aus welchen
Materialien bestehen sie? Wie sind die Funktionen? Grund genug, einmal
näher auf das Werkzeug der Sternenflotten-Techniker einzugehen.
Grundsätzlich halte ich mich (nur bei diesem Thema) nicht allzu
sehr an die einzelnen Folgen und baue bestimmte Werkzeuge nach. Eher
nehme ich das Design an sich als Vorlage. Jedes Werkzeug besteht (bei
Star Trek genauso wie an der heimischen Werkbank) aus einem Griff und
dem Werkzeug selber. Da natürlich die Technik Einzug gehalten hat,
sind am Griffstück meist Kontrollen, Schalter und Konsolen angebracht,
mit denen sich die Funktion des Werkzeugs beeinflussen lässt. Eine
bestimmte Funktion oder ähnliches haben meine "Trekzeuge"
dabei nicht von Anfang an. Die ergibt sich meist im Rahmen des Spiels.
Zudem lassen sich die meisten Werkzeuge ja auch heute für unterschiedlichste
Dinge einsetzen. Mit einem Schraubendreher kann ja zum Beispiel eine
Schraube angezogen, aber auch ein Poti justiert oder auch mal etwas
aufgehebelt werden. Demnach werden sich auch Arbeitsgeräte im 24.
Jahrhundert mannigfaltig einsetzen lassen.
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Griff |
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Als Griff eignet sich zum Beispiel ein einfaches
Stück Holz. Das kann ein zum Beispiel ein etwa 15 cm langes Stück
Dachlatte sein. Oder ein Brett, das in irgendeiner Form gut in der Hand
liegt. Alternativ eignen sich sicher auch Griffe von Gartengeräten
(z.B. Schaufeln, Mini-Spaten oder ähnlichem). oder ein abgesägter
Griff einer Farbrolle. Eine gut gefüllte Bastelkiste oder ein Blick
auf den überfüllten Dachboden fördern hier auf jeden
Fall den Ideenreichtum. Möglich sind zum Beispiel auch Schubladengriffe,
die an ein Stück Holz geschraubt werden oder Rundhölzer und
Stangen. Um dem Ganzen einen etwas futuristischen Look zu verleihen,
kann das Griffstück etwas modelliert werden. Hierzu eignet sich
Epoxyd-Holzspachtel. Er ist voluminöser als normaler Epoxydharz
und kann in fast beliebigen Formen am Griffstück aufgetragen werden.
Mit der Harzmasse lassen sich zudem auch mehrere Griffstücke oder
auch die Werkzeuge mit den Griffstücken verbinden. |
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Werkzeug |
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Noch mehr Kreativität ist beim Werkzeug
selber gefragt. Hier eignet sich wirklich fast alles aus der Bastelkiste.
Chromrohre, Plastikaufsätze von alten Geräten, Plexiglas in
jeder Form, Drahtbügel, Metallscheiben oder alte Autoteile lassen
sich genauso gut verarbeiten wie zum Beispiel Ü-Eier Verpackungen.
Sogar aus Küchenutensilien lässt sich ein formschönes
Trekzeug basteln. Mit dem Harz können alle Teile sauber miteinander
verbunden, anschließend geschliffen und lackiert werden.
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Eine andere Möglichkeit, einen futuristischen
und zugleich noch beleuchteten Werkzeug-Aufsatz zu erhalten, sind bunt
blinkende Billig-Artikel. Angefangen vom Leuchtstab über Schlüsselanhänger
bis hin zu Dekoartikeln gibt es tonnenweise Billigprodukte, die irgendwo
eine Leuchtdiode und meist kleine Knopfzellen enthalten, die man irgendwie
durch drücken oder drehen einschaltet. So etwas an einem Griff
befestigt ergibt ein durch aus ansehnliches Tool.
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Eine andere Variante sind bereits vorhandene
Geräte. Viele Dinge müssen einfach nur etwas in der Form verändert
werden um passabel ins Star Trek Universum zu passen. So eignet sich
eine alte Schmelzklebepistole genauso gut, wie eine Griff-Fernsteuerung
eines Spielzeugautos oder ein alter Lötkolben. Vorteil dieser Geräte
ist, dass im Innenraum genug Platz ist, um elektronische Bausätze
einbauen zu können. Lauflichter, LED-Blitzer oder normale Glühbirnen
können so problemlos integriert werden und erwecken so manches
Werkzeug zum Leben. Wird tatsächlich echte Elektronik integriert,
sollte man jedoch mit dem Spachteln aufpassen: In jedem Fall sollte
sich das Werkzeug ohne Beschädigung öffnen lassen, um zum
Beispiel die Batterien wechseln zu können. Andernfalls können
alte Akkus eingebaut werden, die über zwei Steckkontakte an der
Außenseite des Werkzeugs geladen werden können.
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Mindestens: Beschriftung |
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In jedem Fall gehört zu mindest eine
kleine LCARS-Konsole oder ein paar neutrale Kontrollfelder auf das Werkzeug.
Mit dem Computer erstellt und ausgedruckt, klebe ich sie meist mit doppelseitigem
Klebeband auf. Klarsichtfolie schützt vor Dreck und Feuchtigkeit. |
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Besser: Lackierung und Design-Flächen |
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Den letzten Schliff bekommt Star Trek-Werkzeug
aber erst durch eine vernünftige Lackierung mit vielen Details.
Zuerst werden noch ein paar Design-Flächen am Werkzeug angebracht.
Das sind irgendwelche geometrischen Flächen, die vor allem große
Bereiche optisch auflockern. Hier kann irgendeine Kunststoffplatte-
oder folie zurechtgeschnitten und aufgeklebt werden, der Fantasie sind
keine Grenzen gesetzt. Im Bereich der Werkzeuggriffs kann auch dünnes
Moosgummi als Grifffläche angeklebt werden.
Dann wird das gesamte Werkzeug einfarbig lackiert und dann mit vielen
kleinen Details wie Zier- oder Funktionslinien versehen. Bereiche, die
im Original erhaben oder verteift waren, können eine besondere
Farbe bekommen und so zu einer Anzeige werden.
Aber auch hier ist es sinnvoll, eine kleine Anzeigefläche als
Aufkleber in Form eines Lcars anzubringen. Wie so oft schon half mir
hier übrigens Stefan beim Finish mit Farbe und Lcars. |

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Prop-Nachbau |
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Natürlich kann man auch beim Star-Trek-Werkzeug
den enormen Aufwand betreiben und ein Prop nachbauen, also ein Requisit
nachbauen, das genau so exakt in einer Fernsehserie aufgetaucht ist.
Auf der Seite Trekprops.de etwa wird mit enormem Aufwand ein ODN-Scanner
gebaut.
In meine Version wollte ich nicht annähernd so viel Aufwand stecken,
ich habe mich mit der groben Form und der ungefähren Anordnung
der Einzelteile begnügt und das Gerät aus Polystyrolplatten
nachempfunden. Im inneren befindet sich ein LED-Flashlight, das über
den Taster eingeschaltet werden kann. Der Akku ist im Handgriff untergebracht,
der Boden ist schraubbar. Trotz den relativ geringen Aufwands ist das
Ergebnis zufriedenstellend und sorgt für einen Wiedererkennungseffekt. |
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