| Noch während mein
Mercedes Benz SK munter seine Runden drehte, wuchs in mir der Wunsch
nach einem etwas moderneren Fahrzeug, genauer gesagt einem MAN TGA.
Da ich mich maßstabsmäßig nun auf Tamiya festgelegt
hatte, war auch klar, dass es ein Fahrzeug auf Tamiya-Basis sein sollte.
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Nachdem ein erster, zaghafter Selbstbauversuch
bereits im Ansatz scheiterte und fast zeitgleich von Modellbau Müller
die Kabine des TGA XXL auf den Markt gebracht wurde, war für mich
klar, wie ich an meinen TGA kommen sollte.
Ich legte meinen Mercedes still, machte einige letzte Fotos und zerlegte
das Modell fast komplett.
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Rahmen und Antrieb |
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| Der Tamiya-Rahmen wurde um 13 mm gekürzt,
alle nicht nötigen Bohrungen verspachtelt, geschliffen und lackiert.
Die ursprünglichen Traversen kamen wieder zum Einsatz, ebenso die
Vorderachse. Wie schon beim Mercedes wurde sie andersherum eingebaut,
und mit einer selbstgebogenen Spurstange versehen. Inzwischen kommt
die Carson-Spurstange aus Stahl zum Einsatz.
Antriebsmäßig hatte der „Elefant“ von Conrad
gute Dienste geleistet, zusammen mit der sperrbaren Achse wurde der
Antriebstrang beibehalten.
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Zusammenbau Fahrerhaus |
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Das Fahrerhaus von Müller ist im Tiefziehverfahren
hergestellt und besteht aus einzelnen Einheiten für Seitenteile,
Front, Heck und Dach. Mit einer Laubsäge trennte ich die Teile
voneinander, da ich später das Fahrerhaus einzeln abnehmen können
wollte. So stellte ich also separat die Kabine und die Frontschürze
her. Einige Teile mussten etwas nachbearbeitet und ausgefräst werden,
speziell bei den Hinterschneidungen war Nacharbeit nötig. |
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Halterung und Grundplatte |
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Halterungen für das Fahrerhaus entstanden
hauptsächlich aus Kunststoffwinkeln. Sie wurden am Stoßfänger
angebracht, das Fahrerhaus sollte später darauf gesetzt und durch
die Winkel in Position gehalten werden. |
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Die Grundplatte des Fahrerhauses wurde an
den Rahmen und den größeren Motor angepasst und montiert.
Später kamen ein Motortunnel und eine Trennwand aus PS darauf. |
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Verarbeitung Fahrerhaus |
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Nach diversen Spachtel- und Schleifarbeiten
ging es ans Grundieren und Lackieren des gesamten Fahrerhauses. |
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Rückleuchten |
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Als nächstes waren die Rückleuchten
an der Reihe. Ich übernahm sie aus dem Mercedes und änderte
lediglich die Abdeckgläser etwas ab. Als Kabel nutzte ich Flachleitungen,
die im Rahmen verstaut wurden. |
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Kotflügel hinten |
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Auch die hinteren Kotflügel lieferte
der Mercedes, hier war jedoch ein wenig Arbeit nötig, um sie an
den MAN-Look anzupassen. Mittig fräste ich einen Streifen aus dem
Kunststoff heraus und hinterklebte ihn mit PS, um aus Spachtelmasse
eine Art Furche mittig zu ziehen. Hinten bekam der Kotflügel ein
Vordach, unter dem die Rückleuchten montiert werden sollten. |
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Hauptscheinwerfer |
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Die Hauptscheinwerfer baute ich komplett
selber. Sie bestehen aus je zwei LED-Reflektoren von Conrad, die mit
Spachtelmasse und PS-Streifen in Form gebracht wurden. Sie wurden dann
von innen hinter die Aussparung für die Scheinwerfer geklebt und
dann von vorne die Abdeckgläser eingepasst. |
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Nebelscheinwerfer |
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Auf ähnliche Weise entstanden die Nebelscheinwerfer.
Hier konnten als Gehäuse die mitgelieferten Teile von Modellbau
Müller genutzt werden. Der Blinker wurde als LED komplett in der
Eckleuchte versenkt und das Gehäuse mit Heißkleber ausgefüllt,
um das Licht besser zu streuen. |
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Auspuff |
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Der Auspuff ist eine Attrappe aus Holz.
Mehrere Scheiben Sperrholz übereinander geklebt, geschliffen und
gespachtelt. Das Profil auf der Stirnseite ist aus dünnen PS-Platten,
das Endrohr ein Stück Antenne. |
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Großer Tank |
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Die beiden Tanks bestehen aus PS-Platten.
Der Große enthält den Fahrakku. Zunächst die Bodenplatte
zurechtschneiden, damit die Größe für die Akkus reicht
und der Maßstab stimmt. Da die Seitenflächen gewölbt
sind, ist ein wenig Vorarbeit am Kunststoff nötig: die Platten
etwas zu groß schneiden und auf einer gewölbten Aluplatte
mit einem Rohr auswalzen und leicht erwärmen. Dann alles zusammenkleben,
spachteln und schleifen. |
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Kleiner Tank |
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Der kleine Tank ist nach demselben Prinzip
gebaut und bietet Platz für Kupplungs- und Sperrenservo. Die Tankhalterung
ist aus Messingprofilen zusammengelötet, die Tankbänder sind
aus Alu. Sowohl der große, als auch der kleine Tank sind schließlich
mit Chromfolie überzogen. |
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Einbau Tank und Hauptstromversorgung |
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Mit dem Einbau des großen Tanks beginnt
dann auch das große Kapitel der Verkabelung. Zuerst wird die Hauptstromversorgung
hergestellt. Sie führt aus dem großen Tank vom Akku auf die
andere Rahmenseite in den Batteriekasten. Hier sind Ladebuchsen, Sicherungen
für den Nebenkreis und Hauptschalter verstaut. Von hier geht es
dann in die Kabine, wo die restlichen Komponenten verbaut sind. |
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Batteriekasten |
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Der Batteriekasten mit Druckluftflaschen
besteht übrigens aus Resten aus dem Tamiya-Baukasten und PS-Platten. |
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Verkabelung Rückwand |
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Weiter geht es mit der Verkabelung an der
Rückwand. Der Empfänger wird oben montiert. Die Anschlüsse,
die zum Rahmen gehen sollen, enden in Steckkontakten. So kann hinterher
problemlos das Fahrerhaus oder der Stoßfänger demontiert
werden, ohne Kabel abkneifen zu müssen. Für den Fahrbetrieb
sorgt ein Servonaut M20T, der unten hinter der Rückwand Platz findet.
Neben dem Fahrregler versorgt das Modul die meisten Lichtfunktionen
mit Strom. Zusätzlich überträgt ein Infrarot-Modul die
Beleuchtungssignale in den Auflieger. Um den Kabelsalat ein wenig einzudämmen,
wird die Verteilung der Lichtfunktionen über zwei zusätzliche
Platinen geleitet, auf der auch die Vorwiderstände Platz finden.
Diese Platinen werden unterhalb der Fahrerhausplatte montiert. |
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Dachlampen |
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Die Dachlampen stammen von EBH und werden
ebenfalls mit LEDs ausgerüstet. Zusätzlich bekommt die Kabine
Positionslichter aus Heißkleber und einer CD-Hülle. Über
eine kleine Platine werden auch die Dachlampen verschaltet. |
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Verkabelung Rahmen |
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Im Rahmen sind alle Kabel sauber verlegt
und schwarz lackiert. Neben der Versorgung der Rücklichter laufen
hier Leitungen für die Servos und die Hauptstromverbindung her.
Auch hier gibt es ausschließlich Steckverbinder für eine
saubere Demontage. Alle Leitungen sind zusätzlich beschriftet und
in einem Kabellaufplan gekennzeichnet. |
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Beleuchtungsplatine |
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Eine selbstentwickelte Platine sorgt schließlich
für die Verschaltung aller Lampenfunktionen. Hier laufen die Schaltausgänge
des M20T und die beiden Schaltkanäle eines Conrad 2-Kanal-Schalters
zusammen. Die Platine sorgt dabei für eine vorbildgerechte Schaltung
der Lampen. Im Standlicht (geschaltet über den Servonaut) glimmen
die Dachlampen und der Hauptscheinwerfer leicht, die Positionslampen
gehen an. Im Abblendlicht (Servonaut) glimmen die Dachlampen weiterhin,
die Hauptscheinwerfer gehen voll an, die Positionslampen leuchten weiterhin
konstant. Fernlicht (über den 2-Kanal-Schalter geschaltet) lässt
dann die Dachlampen voll aufleuchten, die Fernlichter neben den Hauptscheinwerfern
gehen zusätzlich an. Nebelscheinwerfer (2-Kanal-Schalter) können
ebenso aktiviert werden, schalten jedoch nur, wenn mindestens Standlicht
an ist. Die Kanäle des Conrad-Schalters sind dabei galvanisch getrennt.
Die Helligkeit der LEDs im Glimm-Modus (Standlicht) kann über Potis
einzeln geregelt werden. |
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Details Fahrerhaus |
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Nachdem die Elektrik ordnungsgemäß
funktionierte, ging es an den Innenausbau der Kabine. Etliche Details
wie Türgriffe, Lüftungsgitter etc. mussten schwarz lackiert
werden. |
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Spiegel |
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Die Spiegel aus dem Müller-Bausatz
sahen leider nicht sehr nach MAN aus. Hier war Neubau angesagt. |
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Oberlichter |
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Die Scheiben aus dünnem Plexiglas wurden
mit Alleskleber fixiert. Bei den Oberlichtern galt es allerdings zunächst,
die schwarze Schattierung zu gestalten. Dazu wurde das Muster von einem
Foto in der Seitenansicht auf ein Klebeetikett übertragen und dieses
als Schablone aufgeklebt. Dann die Rückseite mit schwarzem Mattlack
lackieren. |
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Innenverkleidung |
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Schließlich stand die Innenverkleidung
an. Sie sollte das Innere des MAN realistisch aussehen lassen und zudem
die Kabel verstecken. Notfalls sollte die Verkleidung zudem heraustrennbar
sein, man weiß ja nie, wann man das nächste Mal die Verkabelung
ändern muss…
Sämtliche Verkleidung wird zunächst mit Papier ausgemessen
und so lange angepasst, bis alle Ausschnitte und Längen stimmen.
Dann das Papier auf eine dünne PS-Platte übertragen, ausschneiden
und mit Stoff überziehen. Für Armlehnen etc. zusätzliche
PS-Stücke zurechtschneiden. Sicken und Stufen können hergestellt
werden, indem vor dem Verkleiden mit Stoff zunächst mehrere PS-Platten
übereinander geschichtet werden.
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Dachverkleidung |
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Als erstes geht es an die Dachverkleidung
mit zwei Lampenfassungen für die Innenbeleuchtung und der Dachluke. |
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Seiten- und Türverkleidung |
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Als nächstes sind die Tür- und
Seitenverkleidungen an der Reihe. |
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Armaturenbrett |
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Das Armaturenbrett ist mit echtem, hauchdünnem
Leder überzogen. Es wird mit drei Winkeln ins Fahrerhaus geschraubt.
So kann es für spätere Arbeiten leicht wieder demontiert werden.
Eine schwarze Platte mit Fliegengitter dient als Abdeckung für
die beiden Luftschlitze vom Kühlergrill. |
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MAN-Schriftzug |
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Wichtig ist natürlich auch ein originalgetreuer
MAN-Schriftzug. Die Erhebungen am Müller-Fahrerhaus gefielen mit
nicht. Noch vor den Detaillackierungen wurde daher mit einer Fräse
der Schriftzug abgetragen und nach dem Lackieren das Emblem und die
Buchstaben von Scale-ART aufgeklebt. |
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Innenverkleidung |
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Jetzt fehlt nur noch die Verkleidung der
Rückwand und des Bodens mit Inneneinrichtung. Für die Rückwand
wird wieder eine PS-Platte mit Sicken hergestellt und mit Stoff bezogen.
Über den hinteren Teil des Motortunnels kommt eine Liege, der gesamte
Fußboden wird schließlich mit Stoff bezogen. In Sachen Inneneinrichtung
sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. |
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