| Als mein erstes LKW-Modell wuchs
dieser Truck Stück für Stück über mehrere Jahre,
angefangen vom Baukasten-Modell bis hin zu einem an dutzenden Stellen
modifizierten Modell. |
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Montage des Baukastens |
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| Während des Zusammenbaus orientierte ich mich
stark an der Bauanleitung. Das gesamte Fahrgestell, der Antrieb und
die Karosserie wurden wie angegeben montiert. Als RC-Anlage diente eine
4-Kanal Anlage, der Empfänger wurde an der entsprechenden Stelle
in der Kabine angebracht. Als einzige Abweichung montierte ich zusätzlich
zum Blinker und zu den Bremsleuchten Schlusslichter. Ich unterteilte
dazu die Kammerleuchte mit einem Stück Karton und setzte zurecht
geschliffene LEDs ein. |


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Umbau des Kabinen-Innenraums
- Kürzere Kabelverbindungen im Fahrerhaus
- Hupe- und Dieselsound
- Scheinwerfer und Hupe fernsteuerbar
- Armaturenbrettbeleuchtung
- Fahrerfigur
- Fahrtregler versteckt und Riffelblech angebracht
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Inspiriert durch diverse Fachzeitschriften und Bücher
kam in mir jedoch schnell der Wunsch nach mehr auf. Vor allem der Innenraum
der Kabine sollte einer Schönheitskur unterzogen werden. Ich entfernte
sämtliche Verteilerplatinen und lötete alle LEDs direkt mit
einer Sub-D-Verbindung an die Tamiya-Platine. Um die Elektronik im hinteren
Teil des Fahrerhauses zu verstecken, setzte ich eine zurechtgeschnittene
Kunststoffplatte ein, die ich mit einem Stück Stoff überzog.
Auf dem Kabinenboden brachte ich eine SMD-Hupe an, die mit einem 2-Kanal
Tast-Memory-Schalter ferngesteuert werden konnte. Den zweiten Kanal
dieses Schalters nutze ich für die Scheinwerfer. Über diese
Elektronik kam eine Abdeckung, auf die die Sitze geklebt wurden. Einen
Diesel-Geräuschgenerator montierte ich an einer der Seitenabdeckungen
hinter dem Fahrerhaus.
Für eine Armaturenbrett-Beleuchtung bohrte ich noch einige Löcher
durch das Armaturenbrett und klebte LEDs dahinter, die anschließend
wieder mit den Aufklebern verdeckt wurden.
Da mein Truck schließlich nicht von Geisterhand gesteuert werden
sollte, engagierte ich noch einen Fahrer in Jeans-Anzug, der per Kabelbinder
an seinen Arbeitsplatz gefesselt wurde.
Mit demselben Stoff, der auch schon den Sleeper versteckt überzog
ich nun noch das gesamte Fahrerhaus von innen, also das Dach und die
Türen mit den entsprechenden Ausnehmungen.
Am Rahmen wollte ich den Fahrtregler etwas besser verstecken: Ich klebte
ihn kopfüber von unten in den Tank, statt ihn daneben zu montieren.
Zusätzlich verkleidete ich den gesamten hinteren Teil mit Riffelblech.
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Die Elektrik wird größer
- Soundmodule ausgebaut
- Haupt- und Nebelscheinwerfer fernsteuerbar
- Carson Zusatzgetriebe
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Qualitativ überzeugten mich die Geräuschmodule
nicht wirklich, ihr Tönen glich eher dem Knarren einer Gartenpforte.
Zudem wollte ich die gesamte Beleuchtung gerne realitätsgetreu
Schalten können. Der Hauptscheinwerfer war ja schon fernsteuerbar,
die Nebellampen, das Schlusslicht und die Armaturenbrett-Beleuchtung
allerdings noch nicht. Beim nächsten Umbau baute ich die Hupe und
den Diesel-Sound aus, auch der Lautsprecher landete in der Bastelkiste.
Der durch die Hupe freigewordene Platz am Memory-Schalter wurde durch
die Zusatzscheinwerfer belegt. Die gelben LEDs der Zusatzscheinwerfer
ersetzte ich durch superhelle, weiße LEDs. Die Schlusslichter
schaltete ich ab nun zusammen mit den Scheinwerfern, wie es sich gehört.
In die hinteren Kammerleuchten baute ich einen Rückfahrscheinwerfer,
gesteuert über einen Tastschalter, parallel zum Fahrtregler geschaltet.
Auch das unter Tamiya-Truckern bekannte Problem des Antriebs ging ich
jetzt an: Der Truck sollte ein ganzes Stück langsamer werden. Ich
entschloss mich, das 4:1 Zusatzgetriebe von Carson einzubauen und reduzierte
so die Geschwindigkeit auf ein Maß, um schön rangieren und
Fahren zu können. Um den Hohlkammer-Reifen etwas zusätzliche
Festigkeit zu verpassen, schnitt ich aus Moosgummistreifen Einlagen
für die Räder zurecht und legte sie ein.
Die Leitungsführung von den Rückleuchten gestaltete ich zudem
etwas filigraner, um das dicke Kabelknäuel zu ersetzen.
Zwei 3mm Messingröhrchen und eine Rolle 0,14mm²- Kabel sollte
hier Abhilfe schaffen. Die Röhrchen verlegte ich von den Kammerleuchten
parallel zum Rahmen bis unter die Kupplung, wo die Kabel unsichtbar
austreten konnten. |


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Einbau einer neuen Fernsteuerung
- Einbau FC-16
- Tamiya-Elektronik entfernt
- Blinker-Elektronik
- Wendekreis erhöht
- Kompletter Kabinen-Ausbau
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Nach etlichen zufriedenen Fahrten wuchs in mir der Wunsch,
noch etwas mehr per Funk steuern zu können – was nur einen
Schluss zuließ. Eine neue Fernsteuerung musste her! Ich entschied
mich für eine Robbe FC-16, erstanden während der Intermodellbau
2000. Den Empfänger installierte ich am Rahmen zwischen den beiden
Achsen hinter der Seitenabdeckung.
Außerdem trennte ich mich endgültig von der Tamiya-Platine.
Die gesamte Elektronik (Memory-Schalter, Blinker-Schalter,…) wanderte
nun in den Sleeper, in dem vorher die Tamiya-Platine saß. Hinter
dem Führerhaus baute ich einen zweipoligen Schalter ein, um das
gesamte Modell mit nur einem Knopfdruck abzuschalten. Um die Beleuchtung
zum Trailer zu übertragen, verwendete ich die in der Fahrerhausrückwand
eingebaute Tamiya-Buchse, zusätzlich eine Mini-DIN Buchse für
weitere Funktionen. Da ich jetzt über genügend Kanäle
an meiner Anlage verfügte, baute ich auch gleich noch einen Servo
hinter die Kupplung, der die Sattelplatte öffnet oder verriegelt.
Den Wendekreis der Zugmaschine verringerte ich immens, indem ich einfach
zum Mini-Schleifer griff und ein wenig Material von den entsprechenden
Stellen an der Vorderachse abtrug. Auch die Kugelköpfe der Spurstange
schliff ich ein wenig ab. Schließlich ging es an die Kabine. Von
meinem alten Aufbau, bei dem der Fußboden samt Sitzen usw. auf
dem Rahmen befestigt ist, trennte ich mich. Aus kupferbeschichteten
Epoxyd-Platten schnitt ich eine passende Bodenplatte, die fest im Kabinenboden
eingebaut wurde. Zusammen mit einer neuen Trennwand für den Sleeper
ließ sich jetzt das Ganze als ein Stück in der Kabine befestigen.
Natürlich überzog ich den Boden noch mit Stoff und strich
ihn dunkelgrau an. Faltenbälge aus Moosgummi wanderten unter den
Sitz.
Im Armaturenbrett wollte ich zu der schon vorhanden Hintergrundbeleuchtung
Kontroll-Lampen für die Licht-Funktionen haben. Diese realisierte
ich ganz einfach durch die Kontroll-LEDs der Module im Sleeper. Über
ein Flachbandkabel führte ich die Signale nach vorne und befestigte
die LEDs im Armaturenbrett. Auch den seitlichen Blinker oben an den
Kotflügeln hauchte ich Leben ein. Passende Kammerleuchten wurden
mit LEDs ausgestattet und an den Blinkerschalter geschlossen.
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Lichtmodul
- Einzelne Schalter ausgebaut
- Superlichtset von Robbe eingebaut
- 12 Volt-Motor
- Zusätzliche Lampen und Details im Fahrerhaus
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Nach einigen Fehlfunktionen trennte ich mich von den
Schaltern für Blinker und Scheinwerfer. Alle Bauteile und der komplette
Anschluss im Fahrerhaus landeten im Müll. Ich baute ein komplettes
Lichtmodul ein: Das Super-Lichtset von Robbe. Es schaltet Stand-, Abblend-
und Fernlicht, Schlusslicht, Bremslicht, Rückfahrscheinwerfer,
Blinker, Warnblitzer und Nebelscheinwerfer.
Das Modul fand im Chassis direkt neben dem Fahrtregler Platz. Hier
konnten die rückwärtigen Lampen über die schon vorhandenen
0,14 mm² Kabel angeschlossen werden. Die Kabel von vorne führte
ich zusätzlich hier hin. Zudem baute ich zusätzliche Lampen
für die neuen Funktionen des Superlichtset ein: Positionslampen
in der Sonnenblende und Warnblitzer auf dem Dach. Die Blinker in den
Kotflügeln bekamen neue LEDs. Ebenfalls führte ich die wichtigsten
Schaltkanäle an die Mini-DIN Buchse, damit ein Auflieger angeschlossen
werden kann. Für die Zukunft plante ich jedoch bereits, den Infrarot-Schaltkanal
zu nutzen, der im Superlichtset bereits eingebaut ist.
Da das Lichtmodul mit 12 Volt funktioniert, rüstete ich den gesamten
Truck auf diese Spannung um. Um meine 7,2 Volt-Packs weiter verwenden
zu können, baute ich mir einen 4,8 Volt Block und schaltete beide
zusammen. Einen rechts, einen links ins Chassis verteilt das Gewicht
und mir standen 12 Volt zur Verfügung.
Natürlich musste noch ein neuer Motor eingebaut werden, der für
eine Fahrspannung von 12 Volt ausgelegt ist. Ich entschied mich für
den Elefant con Conrad, der von den technischen Daten her prima in den
Truck passte. Dadurch wurde das Getriebe von Carson natürlich überflüssig.
Das Schaltservo wanderte übrigens liegend unter das Chassis.
Schließlich fanden noch ein paar Details in der Kabine Platz,
wie etwa eine orangene Warnweste, ein Stadtplan und ein paar Cola-Flaschen.
Beleuchtet wurde der Innenraum mit zwei weißen LEDs. |




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Sitzen, Fahren, Lenken
- Sitze mit Leder bezogen
- Neuer Fahrtregler
- Alufelgen
- Lenkung verbessert
- Reifen mit Silikon ausgespritzt
- Schalt- und Lenkservo vertauscht
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Als besonderes Extra bezog ich nun zusammen mit einem
Kollegen die Fahrersitze mit hauchdünnem Leder in blau und grau.
Das Leder wird mit Holzleim aufgetragen und fest an die Konturen des
Sitzes gedrückt.
Zudem spendierte ich mir einen neuen Fahrtregler. Der Rookie Truck
von Robbe überzeugte mich, vor allem wegen der exponentiellen Steuerung,
die Rangieren noch präziser macht. Der Regler wurde einfach anstelle
des vorher verwendeten Jamara-Reglers kopfüber in den Tank geklebt
und angeschlossen.
Zudem war ein wenig Luxus angesagt: Die Kunststoff-Felgen aus dem Bausatz
ersetzte ich durch echte Alu-Felgen von MM-Modellbau. Dabei entfernte
ich auch die Moosgummi-Einlegestreifen und spritzte die Reifen von innen
mit Silikon aus. Um die Lenkung zu verbessern, mussten die beiden Servos
etwas umgebaut werden. Das Schaltservo, seit dem neuen Motor liegend
vorne am Rahmen wanderte hinter das Getriebe. Den Kugelkopf für
die Schaltung befestigte ich dazu an der anderen Seite der Schubstange,
der Servo kam stehend zwischen den Rahmen. Vorne befestigte ich dafür
liegend den Lenkservo. Dadurch konnte die umständliche und wackelige
Umlenkung der Lenkung entfallen und durch eine direkte Anlenkung ersetzt
werden. Zudem korrigierte ich das Tamiya-Lenkungsproblem. Bauartbedingt
befand sich bisher die Spurstange vor der Achse. Ich vertauschte die
Achsschenkel und bog eine neue Spurstange zurechte, um den Lenkeinschlag
zu optimieren. Ergebnis: Die Geradeausfahrt war geradliniger, der Kurvenradius
besser.
Da die Steckverbindung der zwei einzelnen Akkupakete häufiger
Probleme machte und Wackelkontakte verursachte, war ein neuer Akku angesagt.
Aus acht Zellen lötete ich ein komplettes Akkupaket zusammen, das
die beiden Einzelpakete ersetzte. es wanderte an die linke Rahmenseite,
der Empfänger von dort rutschte etwas weiter mittig zwischen den
Rahmen. Für den Anschluss kamen jetzt die grünen MPX-Stecker
zum Einsatz, die keine Wackler verursachen.
In dieser Konfiguration drehte ich etliche Runden: Das Modell war mittlerweile
wirklich gut, die Kinderkrankheiten überwunden und LKW-Modellbau
machte Spaß. |






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Ein letztes Tuning
- Sperrbares Differential
- Servonaut-Regler
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Um die Fahreigenschaften noch etwas zu verbessern, spendierte
ich dem Modell eine sperrbare Differentialachse.
Zudem kribbelte es in den Fingern, eine der neunen Servonaut-Anlagen
zu testen. Also baute ich den Rookie Truck und das Superlichtset aus
und einen Servonaut M20T ein, der Fahrtregler mit Tempomat und intelligente
Lichtanlage vereint. Die Funktionen begeisterten mich sofort, so dass
ich bei dieser Lichtanlage blieb. Der Servonaut landete hochkant neben
dem Akkupack, diesen setzte ich in ein selbstgebautes Akkufach ein. |
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Wie geht es weiter? Fazit |
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Mein erstes Modell entwickelte sich über etliche
Jahre bis zu diesem Zustand. Ich hatte etliches Lehrgeld bezahlt, viel
ein- und ausgebaut, gute und schlechte Bauteile in der Hand gehabt.
In jedem Fall war und ist es mein erstes LKW-Modell, dass mir den Einsteig
in dieses Hobby ermöglicht hat.
Die unzähligen Umbauten haben jedoch ihre Spuren hinterlassen.
Der Rahmen ist unzählige Male durchlöchert, einige Teile mehrfach
umgebaut etc. Und: Das Fahrerhaus ist nach wie vor ein Mercedes-Benz,
der seit Jahren nicht mehr gebaut wird. Anfangs störte mich das
nicht, später kam jedoch der Wunsch nach einem zeitgemäßeren
LKW auf. So entschied ich mich schließlich, den Mercedes stillzulegen
und abzumelden. Die Erfahrungen und Bauteile dieses Modells sollten
Basis für ein neues Modell sein: Eine MAN-TGA Sattelzugmaschine.
Und zwar diesmal im Selbstbau aus Tamiya-Teilen und von Anfang an richtig.

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